FZF Rechtsanwälte
Ludolfusstr. 2-4
60487 Frankfurt am Main
Fon 069 / 79 50 06 - 0
Fax 069 / 79 50 06 - 99
kanzlei(at)fzf.de

"Wir wollen Sie (rechtlich) freisetzen, Ihren Auftrag noch besser zu erfüllen."

Aktueller Bedarf für die Verbrauchsstiftung!

Hat die kleine Stiftung in diesen Niedrigzins-Zeiten noch eine Zukunft?

Verbrauchsstiftungen richtig gestaltet eröffnen in diesen Niedrigzins-Zeiten ganz neue Möglichkeiten und Chancen.

Ca. 73% aller Stiftungen erwirtschaften mit ihrem Stiftungskapital von unter 1 Millionen Euro regelmäßig keine nennenswerten Erträge für ihre gemeinnützigen Zwecke. Damit aber liegen rund 10 Milliarden Euro an totem Kapital herum, das von den Stiftern eigentlich einmal zur Unterstützung sinnvoller Zwecke gedacht war. Die Erträge werden jedoch derzeit regelmäßig durch die Verwaltungskosten aufgefressen. Für den eigentlichen Zweck fällt praktisch nichts mehr an und die einzigen, die sich vielleicht über das angelegte Geld freuen, sind Banken und Berater.

Lesen Sie nachstehend mehr zum Thema oder nehmen Sie mit uns direkt Kontakt auf.

Was ist eine Verbrauchsstiftung?

Mit einer scheinbar sehr kleinen Änderung in § 80 Abs. 2 Satz 2 BGB hat der Gesetzgeber mit Wirkung ab dem 22.03.2013 die Verbrauchsstiftung, wie von uns schon lange gefordert, endlich zugelassen. Das Stiftungskapital muss aufgrund der neu eingefügten Worte „das auch zum Verbrauch bestimmt werden kann“ nicht länger mehr auf Dauer angelegt werden. Mit dieser Abkehr von dem sog. Ewigkeitsgedanke der Stiftung eröffnen sich ganz neue Spielräume:

·         Kleines Stiftungskapital ist bereits sinnvoll: Bisher durften die Satzungszwecke nicht aus dem Stiftungskapital gefördert werden, sondern nur aus den Erträgen. Das hat in der Vergangenheit bereits schon immer ein recht hohes Stiftungskapital vorausgesetzt. In Zeiten beispielsloser Niedrigzinsen müsste eine Stiftung schon über ein immenses Kapital verfügen, um einen spürbaren Unterschied zu bewirken. Nun aber kann das Stiftungskapital selbst zur Förderung der satzungsgemäßen Zwecke eingesetzt werden.

·        Zeitlich begrenzte Ziele können erstmals sinnvoll durch eine eigene Stiftung unterstützt werden: Nicht jede Stiftung, die mit einem sinnvollen Zweck ausgestattet gestartet wurde, hat wirklich das Potenzial, für die Ewigkeit bedeutsam zu sein. Manch auch attraktives Stiftungsziel kann sich schon nach 25 Jahren überlebt haben. Andere bringen nicht die innere Struktur mit, auch Krisenzeiten wie Krieg, Inflation und Geldentwertung zu überdauern. Manches Kapital liegt in solchen „Stiftungsgräbern“ fest, ohne noch Gutes zu tun. Hier stellt die Verbrauchsstiftung eine echte Alternative dar.

·         Verwaltung und Vertretung der Stiftung sind leichter zu gestalten: Die befristete Lebensdauer einer Verbrauchsstiftung ermöglicht es dem Stifter über die Erstbesetzung der Organe auch die weitere Leitung der Stiftung mit geeigneten Personen sicherzustellen und sogar die Abwicklungsphase konkret mitzubestimmen.

Allerdings sind hierbei auch eine Reihe an Gestaltungsfragen neu entstanden und auch einige steuerrechtliche Nachteile zu berücksichtigen.  Der wichtigste Nachteil ist, dass der stiftungsrechtliche Sonderabzug bei der Gründung oder einer Zustiftung bei einer Verbrauchsstiftung dem (Zu-) Stifter nicht zugestanden wird.
Damit können zwar Zuwendungen an eine gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Verbrauchsstiftung ebenfalls nach § 10b Abs.1 EStG geltend gemacht werden. Die Summe der Zuwendungen darf aber in diesem Fall maximal 20 Prozent der Gesamteinkünfte oder 4 Promille der gesamten Umsätze, Löhne und Gehälter betragen, die bei Spenden an jede steuerbegünstigte Körperschaft abgezogen werden. Bei Zuwendungen, die das Grundkapital einer „normalen“ Stiftung erhöhen, kann ein Stifter allerdings zusätzlich einen Freibetrag von max. 1 Mio. Euro geltend machen. Daher kann für einen Stifter im Einzelfall die Errichtung einer „ewigen“ Stiftung attraktiver sein. Andererseits können Zuwendungen, die in einem Jahr nicht vollständig abgesetzt werden können, auch auf bis zu zehn Jahre gestreckt werden, so dass sich der Unterschied in manchen Fällen wieder nivelliert.

Aus diesen und weiteren Gründen setzt unserer Erfahrung nach die Beratung gerade auch zu diesem neuen Instrument eine genaue Bedarfsanalyse voraus. Dann aber können, wie einige Beispiele bereits jetzt eindrucksvoll belegen, die Verbrauchsstiftungen absolut sinnvoll sein.

In manchen Fällen hat sich gezeigt, dass das neue Werkzeug der „Verbrauchsstiftung“ in einer Kombination aus Verbrauchs- und Ewigkeitsstiftung noch optimiert werden kann. Nur so kann eine effektive Zielerreichung zum jetzigen Zeitpunkt gewährleistet werden, ohne die Dauerhaftigkeit aus den Augen zu verlieren.

Aber aufgrund einer gründlichen Analyse und ausführlichen Beratung können wir mit unserer Erfahrung und guten Kontakte zu den beteiligten Behörden von einer Errichtungsdauer von in der Regel 3 Monaten ausgehen, wobei es z.T. auch schon unter 8 Wochen erfolgreich möglich war.

Gern beraten wir Sie hierzu. Nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf und vereinbaren Sie ein Erstberatungsgespräch...

 


Ansprechpartner / Rechtsanwalt: Fachanwalt für Familienrecht RA Franke

Bei Fragen, Problemen oder für eine umgehende Beratung bitte hier klicken.

 
asdf